Das angeblich älteste Bildvon Wien
Das angeblich älteste Bild von Wien

Beim Schreiben von Trauerreden versucht man immer wieder nach brauchbaren, gefühlvollen Umschreibungen für den Tod oder das Sterben an sich zu finden. Dabei verwende ich, so wie die meisten Google als Suchmaschine.

Nicht umsonst heißt es ja „der Tod muß ein Wiener sein…“, und vielleicht hat gerade deshalb das Wienerische hat eine Menge klingender Synonyme für „sterben“.

a Bankl reissen oder auch:

  • a‘bankeln
  • de Potschn streckn
  • hamdrahn
  • man haut en Löffl weg.
  • man hupft in die Kistn
  • man mocht a Eckn
  • man reißt a Brezn
  • man springt ins Sackl
  • man stöd de Bock auf
  • man stöd de Hammerln auf
  • man stöd de Patschen auf
  • man wird in Deife sei ersta Haaza.
  • man wird vom Banernen ghoit
  • man wird vom Quiqui ghoit
  • man ziagt in Hoizpyjama an.
  • mit’n Anasiebziger fohrn
  • den Holzpyjama anziagn
  • schaun ob da deckel passt

Suizid auf Wienerisch

  • die Gas aufdrahn
  • ganz still und heimlich min Anasibzga foan
  • maukas gehn (von jiddisch macho – ausgelöscht sein)
  • si die Kugel gebm
  • si in Lichthof haun
  • si ins Hangerl schmeißen
  • si ins Pendel haun

Und als Referenz verweise ich gerne auf „ein echtes Wiener Lied“ von Roland Neuwirth:

roland-josef-leopold-neuwirth-2000
Roland Neuwirth
Quelle: Wikipedia

Er hat an Abgang gmacht
Er hat die Patschn gstreckt

Er hat a Bankl grissn
er hat se niedaglegt

Er hat se d‘ Erdäpfel von unt angschaut
Er hat se sozusagn ins Holzpyjama ghaut.

Er hat die Bock aufgstellt
Er hat an Wuaf angsagt

Er hat se d‘ Schleifn gebn
Er hat die Stufn packt

Er is umegstandn
Er hats umebogn

Er is als arme Sööö zum Petrus aufe gflogn.
Er hat se abelassn, wia des so schee haßt

Er ist nachschaun gangen ob der Deckl paßt
Zerst hams eam außetragn mit de Fiaß voran.

Jetzt lacht er si statt d‘ Madln drunt die Wirma an.